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»Spectaculum 04«

Jugendtheater in Vöhringen

Und ewig rauschen die Gelder

von Michael Cooney
05.11. bis 19.11.2011

Ewig rauschen die Gelder

Eric Swan brachte es nicht über's Herz, seiner Frau Linda zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hatte. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter war die finanzielle Rettung und gleichzeitig der Anfang einer zweiten Karriere als Virtuose auf der Klaviatur der großzügigen britischen Sozialverwaltung. Für Dutzende weiterer hilfsbedürftiger Hausbewohner beantragt und erhält er Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente, Schlechtwetter-, Kranken-, Wohn- und Kindergeld, sogar die Schulmilch lässt er nicht aus. Als dann eines Tages eine Außenprüferin des Sozialamtes vor der Tür steht, beginnt eine aberwitzige Verwechslungs- und Verwandlungskomödie.

Ewig rauschen die Gelder

An einem ganz normalen Morgen bei den Swans gehen Linda und Eric zur Arbeit – und beide davon aus, dass das auch stimmt. Nur ist das bei Eric schon seit zwei Jahren nicht mehr der Fall und auch Linda wird heute sehr viel früher zurückkommen ...
Ewig rauschen die Gelder
Völlig normal dagegen ist, dass der völlig ahnungslose Untermieter Norman Bassett, noch etwas schlaftrunken, in die Wohnung der Swans heruntergestiefelt kommt.
Ewig rauschen die Gelder
Dann aber naht die Katastrophe in Form von Heather Jenkins, Außenprüferin des Sozialamts, die unbedingt heute Unterschriften von gar nicht existierenden Untermietern benötigt.
Ewig rauschen die Gelder
Dies erfordert erste Täuschungsmanöver und, dass Norman eingeweiht werden und dabei mitmachen muss.
Ewig rauschen die Gelder
Als dann noch kurz hintereinander Uncle George ...
Ewig rauschen die Gelder
... und Sally Chessington als Mitarbeiterin der Fürsorge auftauchen ...
Ewig rauschen die Gelder
... und schließlich die viel zu früh zurückgekommene Linda Swan mit der Eheberaterin Dr. Chapman zu einem Gespräch »in aller Ruhe« zusammentrifft, sind gewisse Verwicklungen nicht mehr aufzuhalten.
SWP

Auszug aus dem Bericht in der Südwestpresse online vom 11.11.2011

VÖHRINGEN

Tosender Beifall

INGRID WEICHSBERGER  I  11.11.2011

SWP
Super fand das Publikum die Leistungen der jungen Laiendarsteller von Spectaculum04 (Foto: Ingrid Weichsberger).

Ausverkauft war die Premiere des Stücks »Und ewig rauschen die Gelder« des Jugendtheaters Spectaculum 04 im Vöhringer Josef-Cardijn-Haus. Tosender Beifall und das kurze, aber prägnante Urteil des Publikums »Das war super« waren der Lohn für die hervorragende Leistung der jungen Laiendarsteller und für zwei unterhaltsame Stunden. Bei diesem immer aktuellen Thema, der Unterstützung des Staates zum Lebensunterhalt, reichte der Kompass der Psychologin Dr. Chapman (Ann-Kathrin Didovic) »Atmen-Sprechen-Verstehen« bei Weitem nicht aus, um sich in diesem Stück von Michael Cooney zurechtzufinden. Die Figuren, egal ob Frau oder Mann, wechselten ständig, um sich der jeweiligen Situation anpassen zu können. Es wurde auf Befehl gestorben oder Tote wurden wieder zum Leben erweckt. Ruck, zuck, wurde aus einem Mann eine Frau, ganz wie es beliebte.

AAZ

Auszug aus dem Bericht der Augburger Allgemeinen online vom 08.11.2011

VÖHRINGEN

Rauschende Gelder

Zwei Stunden Wirbel im Cardijn-Haus mit dem Stück »Cash on Delivery«.

BOZ  I  08.11.2011

AAZ
Einen riesigen Applaus gab es für die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nach der Herbstaufführung des Jugendtheaters »Spectaculum« mit Regisseur Thomas Boxhammer (Mitte, im roten Hemd). Denn es gab Lacher ohne Ende (Foto: Kuntze).

Englischer Humor ist was Besonderes. Wer hat nicht schon über den Irrsinn von Monty Python oder Mr. Bean gelacht? Bis zum 19. November kann man auch über den Witz von Michael Cooney lachen, der das Stück »Cash on Delivery« (Geliefertes Geld), mit »Und ewig rauschen die Gelder« genial übersetzt, geschrieben hat. Die zehn jugendlichen Schauspieler und ihre Helfer des Vöhringer Jugendtheaters »Spectaculum« müssen sich schon bei den Proben buckelig gelacht haben. Selbst bei der Premiere am Samstagabend im Josef-Cardijn-Haus hatten einige Mühe, sich das nicht vorgesehene Grinsen zu verkneifen.

Schuld an den ganzen Verwirrungen ist Eric Swan, ein schlitzohriger Engländer, der seit zwei Jahren arbeitslos ist und begann, das britische Sozialsystem nach Strich und Faden auszunehmen. War es anfangs nur der Sozialscheck für einen nach Kanada ausgewanderten Untermieter, so kassiert er bald auch für den derzeitigen, und nicht nur das, nach und nach kommt noch alles hinzu, was an »Sozialhilfen« möglich ist, bis hin zu Frührente oder Kindergeld. Seine Frau hingegen wähnt ihn bei der Arbeit.

An dem Vormittag, der sich am Samstagabend auf der Bühne abspielte, kam es zur Katastrophe. Nicht nur kam seine Frau früher nach Hause, zuvor war schon die Kontrolleurin des Sozialamts eingetroffen, später auch noch deren Chefin. Nun versuchte Eric mit Selbstverleugnung und Versteckspiel, das Schlimmste zu verhindern, was natürlich schief gehen musste.

Mit unglaublicher Spielfreude unter der Leitung von Regisseur Thomas (Boxi) Boxhammer lieferten die jungen Schauspieler wieder mal ein kleines Meisterstück ab. Einzelne Darsteller hervorzuheben wäre eine Beleidigung der anderen. Der lange, begeisterte Applaus der rund 120 Zuschauerinnen und Zuschauer galt allen, nicht nur beim ersten Vorhang. (boz)

AAZ

Auszug aus der Ankündigung in der Augburger Allgemeinen online vom 20.10.2011

VÖHRINGEN

Mit Spectaculum in den Herbst

Jugendbühne spielt Erfolgskomödie von Michael Cooney.

URSULA KATHARINA BALKEN  I  20.10.2011

AAZ
Schamlos nutzt der arbeitslose Eric Swan die Netzwerke des englischen Sozialsystems aus, bis plötzlich eine Überprüfung durch das Sozialamt vor der Tür steht. Die Jugendbühne steckt derzeit mitten in der Probenarbeit (Foto: Ursula Katharina Balken).

Ob die »7« wirklich eine Glückszahl ist, wird sich weisen. Spätestens dann, wenn sich im Josef-Cardijn-Haus am Samstag, 5. November, 20 Uhr, der Vorhang zur Cooney-Komödie hebt und das Stück »Und ewig rauschen die Gelder« über die Bühne geht. Die Vöhringer Jugendbühne Spectaculum bereitet zum siebten Mal ihr Herbstprogramm vor. Sind im Frühjahr immer die kleinen Akteure gefragt, so sind es im Herbst die jungen Erwachsenen, die zum größten Teil aus der Schar der kleinen Schauspieler »nachgewachsen« sind.

Spielleiter Thomas Boxhammer, der sich auch dieses Mal wieder zwei Co-Regisseure an die Seite geholt hat – nämlich Christoph Schlander und Marion Coniglio – verteilt die Regiearbeit gerne auf mehrere Schultern. Aber es ist nicht nur die Arbeitsteilung, sondern Boxhammer verfolgt damit eher pädagogische Ziele. So können junge Menschen Kompetenz lernen und mit Verantwortung umzugehen. Letzteres gilt für die jungen Spielleiter, denn Christoph Schlander ist ein erfahrener Theatermann.

Englands Sozialsystem auf die Schippe nehmen

Es ist das siebte Stück, das die Gruppe der jungen Erwachsenen auf die Bühne gebracht hat. Ausgewählt hat Boxhammer die Erfolgskomödie »Und ewig rauschen die Gelder.« Damit nimmt der englische Autor Michael Cooney, Sohn von Ray Cooney, das Sozialsystem Englands auf die Schippe.

»Mitten aus dem Leben gegriffen, lassen Wortspiel und Situationskomik kein Auge trocken«, da ist sich Boxhammer ganz sicher. Es geht in der Komödie um einen Mann, der seiner Frau nicht gestehen kann, dass er arbeitslos ist.

Der Scheck eines früheren, jetzt ausgewanderten Nachbarn war die finanzielle Rettung und gleichzeitig ist sie der Anfang von Verwicklungen und heiklen Situationen, erst recht als eine Prüfung des Sozialamtes ins Haus steht. Denn der Arbeitslose erhält vom Staat Alters-, Invaliden-, Unfall- und Frührente. Selbst Krankengeld und die Schulmilch werden nicht ausgelassen. Aber selbstredend gibt es ein Happy End.

»Wie in den letzten Jahren steht Spectaculum für leichte, aber hochwertige Unterhaltung«, meint Boxhammer. Zehn Schauspieler zwischen 17 und 22 Jahren stehen auf der Bühne. »Zusammengerechnet bringen wir es auf 75 Jahre Bühnenerfahrung«, berichtet Boxhammer nicht ohne Stolz. Seit Mai wird in der Grundschule Illerberg geprobt.

Schauspieler: Matthias Fünfer (Mr. Norman Bassett), Marius Welk (Eric Swan), Ann-Kathrin Didovic (Mrs. Chapman), Sarah Daikeler (Heather Jenkins), Lisa Nejedli (Dr. Sally Chessington), Fabian Weisenberger (Uncle George), Julia Wiest (Linda Swan), Luca Coniglio (Mr. Forbright), Nadine Barth (Cowper), Johanna Godehart (Brenda Dixon)

Regie: Thomas Boxhammer

Regieassistenz: Marion Coniglio

Spieltermine: Sa., 05.11. (20:00), Sa., 12.11. (20:00), So., 13.11. (18:00), Fr., 18.11. (20:00), Sa., 19.11. (20:00)