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»Spectaculum 04«

Jugendtheater in Vöhringen

Arsen und Spitzenhäubchen

von Joseph Kesselring
03.11. bis 17.11.2012

Arsen und Spitzenhäubchen

Diese Geschichte mit sehr viel ganz schwarzem Humor spielt im Brooklyn der 1940er Jahre: Martha und Abby Brewster sind zwei reizende ältere Damen, die keinem Menschen nur ein Haar krümmen würden und bestens in die Gesellschaft integriert sind. Einerseits. Andererseits suchen sie alleinstehende ältere Herren zur Untermiete, um diese dann mit Holunderwein, den sie mit Arsen anreichern, ins Jenseits zu befördern. Dies geschieht zwar aus reiner Nächstenliebe, weil sie ihre Opfer aus ihrer »Einsamkeit« erlösen wollen, ihr Neffe Mortimer, der zufällig von diesen Praktiken erfährt, als er den letzten Untermieter in der Wohnzimmertruhe findet, ist dennoch entsetzt. Er versucht, weiteres Unheil zu verhindern, wenig später liegt jedoch ein weiterer Toter in der Truhe, den auch Abby und Martha nicht kennen. Damit wird die Geschichte ein wenig komplizierter ...

Arsen und Spitzenhäubchen

Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
Arsen und Spitzenhäubchen
AAZ

Auszug aus dem Bericht in der Augsburger Allgemeinen vom 05.11.2012

VÖHRINGEN

Elf Leichen im Panama-Kanal

Theaterjugend begeistert mit tollem Schauspiel im Vöhringer Cardijn-Haus.

RENE BARTH  I  05.11.2012

AAZ
So recht wollen die schrullig-freundlichen Damen in »Arsen und Spitzenhäubchen«, gespielt von der Jugendbühne Spectaculum nicht verstehen, warum denn Neffe Mortimer etwas erstaunt über das Geheimnis seiner Tanten ist (Foto: Rene Barth).
AAZ
(Foto: Rene Barth).
AAZ
(Foto: Rene Barth).

Die Theaterbühne im Vöhringer Josef-Cardijn-Haus bewegt auch so einiges, vor allem aber die Lachmuskeln der Gäste, die der Premiere von »Arsen und Spitzenhäubchen« beiwohnen durften. Als schwärzester Humor der je auf der Bühne gespielt wurde, wird dieses Stück, das im Brooklyn der Vierziger spielt, allgemein hin bezeichnet. Die Schauspieler um Thomas Boxhammer und Marion Coniglio aber verleihen der Geschichte eine ganz eigene »Vöhringer« Würze, was einen sehr unterhaltsamen Abend garantiert.

Mit Ann-Kathrin Didovic und Lisa Nejedli, die die schrulligen, mörderischen Damen Abby und Martha Brewster verkörpern, hätte man keine besseren für diese Rollen finden können. Ohnehin, ob Basti Weisenberger, der in seiner Rolle des gestörten Teddy Brewster voll aufgeht, oder das Pärchen Johanna Godehart und Matthias Fünfer, die Besetzung jeder einzelnen Rolle war sehr harmonisch und perfekt wiedergegeben. Eigens zu erwähnen ist auch Marius Welk, der den entstellten Verbrecher und Mörder Jonathan Brewster mimt. Seine Identifikation mit der Rolle lässt einem so manchen gruseligen Schauer über den Rücken laufen.

Zur Geschichte: Da liegen zehn Leichen im Keller. Für den persönlichkeitsgestörten Teddy, der sich selbst als Präsident Roosevelt sieht, sind sie nichts anderes als Teile des Panama- Kanals, den er auf geheiß der zwei Damen aushebt. Leiche Nummer Elf ruht derweil in der Wohnzimmertruhe. Auch dieser »Gentleman«, wie die Damen die Opfer liebevoll nennen, erlag dem mit Arsen und anderen »kleinen Leckereien« angereichertem Holunderwein. Als wäre das nicht verrückt genug, gesellt sich noch ein weiterer Toter in die Truhe. Der allerdings ist nicht nur den Damen, sondern auch Neffen Mortimer gänzlich unbekannt. Eine verrückte Geschichte, mit Geständnissen die keiner glaubt, total gegensächlichen Neffen, einem verrückten »Attacke« schreiendem weiteren Neffen und einer großen Liebe, derer sich so wirklich keiner sicher ist.

Allen voran auch noch die zwei Damen, die sich liebevoll um alle kümmern und für die das ermorden der Untermieter wahre Nächstenliebe ist, »haben diese doch niemanden der sich um sie kümmert.«

Wieder einmal ein gelungenes Bühnenstück der Vöhringer Theatergruppe »Spectaculum« das jedem nur ans Herz gelegt werden kann. Sie zeigt ein blitzsauberes Spiel mit vielen Pointen und Szenen, die den Lachmuskel bis ins letzte malträtieren.

AAZ

Auszug aus der Vorankündigung in der Augsburger Allgemeinen vom 17.10.2012

VÖHRINGEN

Rabenschwarze Komödie

Jugendbühne Spectaculum spielt »Arsen und Spitzenhäubchen«.

URSULA KATHARINA BALKEN  I  17.10.2012

AAZ
Arsen und Spitzenhäubchen steht als Nächstes auf dem Programm des Jugendtheaters Spectaculum 04. Im Augenblick wird eifrig geprobt (Foto: Ursula Katharina Balken).

Sie gilt als die schwärzeste aller Komödien und steht seit 73 Jahren an der Spitze der Hitliste. »Arsen und Spitzenhäubchen«, aus der Feder von Joseph Kesselring, ist wohl die meist gespielte Krimikomödie. Ganz gleich ob Profibühne oder Laientheater – der Stoff reizt jeden Regisseur und ebenso die Schauspieler. Die Jugendbühne Spectaculum 04 tritt damit am Samstag, 3. November, 20 Uhr, im Josef-Cardijn-Haus vor ihr Publikum. Geplant sind vier weitere Aufführungen.

14 Akteure zwischen 17 und 25 Jahre stehen auf der Bühne

Thomas Boxhammer, der zusammen mit Marion Coniglio Regie führt, erklärt bei den Proben in der Illerberger Schule, dass es das achte Stück ist, das die jungen Erwachsenen von Spectaculum auf die Bühne bringen. Mit dabei sind 14 Akteure zwischen 17 und 25 Jahren. »Einige Spieler der vergangenen Jahre machen Pause, andere sind aus dem Kinderensemble hinzugekommen. Wir haben auch einen Bühnenneuling und eine Leihgabe von der Bühne Szenenwechsel«, sagt Boxhammer. Geprobt wird seit Mai zweimal in der Woche.

Film mit Frank Capra und Cary Grant hat Kultstatus

Das Stück ist 1939 entstanden und wurde 1944 verfilmt. Dieser Streifen von Frank Capra und Cary Grant in der Hauptrolle hat schon lange Kultstatus erreicht. Zwei liebenswürdige alte Damen pflegen Umgang mit dem Pfarrer und Polizisten, sie alle schätzen Quittengelee, Kekse und den Holunderwein der Damen. Mortimer, der freundliche Neffe und frisch verehelicht, liebt seine beiden Tanten, sind sie doch fromm und liebenswert und immer um Mortimers Wohl besorgt. Bis er dahinter kommt, was sie aus »Nächstenliebe« tun. Sie haben nicht nur eine Leiche im Keller, sondern gleich ein Dutzend. Es ist eine turbulente Geschichte, schwarz, skurril und trotz allem zum Lachen.

Die Mitwirkenden sind Ann-Kathrin Didovic als Abby Brewster, Lisa Nejedli als Martha Brewster, Sebastian Weisenberger als Teddy Brewster, Matthias Fünfer als Mortimer Brewster, Marius Welk als Jonathan Brewster, Fabian Weisenberger als Dr. Einstein, Johanna Godehart als Elaine Harper, Sarah Daikeler als Dr. Harper, Markus Schwegler als Klein, Luca Coniglio als Brophy, David Berlinghof als Mr. Gibbs, Johannes Körner als Leutnant Rooney, Marlena Steinhauser als O’Hara und Julia Wiest als Mrs. Withers.

Schauspieler: Ann-Kathrin Didovic (Abby Brewster), Sarah Daikeler (Miss Harper), Sebastian Weisenberger (Teddy Brewster), Luca Coniglio (Brophy), Markus Schwegler (Klein), Lisa Nejedli (Martha Brewster), Johanna Godehart (Elaine Harper), Matthias Fünfer (Mortimer Brewster), David Berlinghof (Mr. Gibbs), Marius Welk (Jonathan Brewster), Fabian Weisenberger (Dr. Einstein), Marlena Steinhauser (O'Hara), Johannes Körner (Rooney), Julia Wiest (Mrs. Witherspoon)

Regie: Thomas Boxhammer

Regieassistenz: Marion Coniglio

Spieltermine: Sa., 03.11. (20:00), Sa., 10.11. (20:00), So., 11.11. (18:00), Fr., 16.11. (20:00), Sa., 17.11. (20:00)