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»Spectaculum 04«

Jugendtheater in Vöhringen

Der Räuber Hotzenplotz

von Otfried Preußler
14.04. bis 29.04.2012

Der Räuber Hotzenplotz

Die Geschichte beginnt bei Kasperls Großmutter, die Geburtstag hat. Kasperl und Seppel schenken ihr eine ganz besondere Kaffeemühle, die sie selbst erfunden haben und die »Alles neu macht der Mai« spielt, Großmutters Lieblingslied. Dann aber kommt der Räuber Hotzenplotz und nimmt der Großmutter die Kaffeemühle einfach weg. Dem Wachtmeister Dimpfelmoser ist es ein bisschen zu gefährlich, dem Räuber Hotzenplotz in den Wald zu folgen und die geräuberte Kaffeemühle wieder herbeizuschaffen. Also müssen Kasperl und Seppel selbst ans Werk. Mit einer List machen sie zuerst die Räuberhöhle ausfindig. Dumm ist nur, dass der Räuber Hotzenplotz sie dabei gefangen nimmt. Er verkauft den Kasperl, den er für den Seppel hält, an den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann, während der Seppel, von dem er meint, er sei der Kasperl, in seiner Räuberhöhle für ihn schuften muss. Bis am Ende alles gut ausgeht und die Großmutter ihre Kaffeemühle zurückerhält, bis dahin also müssen Kasperl und Seppel einige Eimer Kartoffeln schälen, den Räuber Hotzenplotz und den Zauberer Zwackelmann überlisten und eine Unke, die eigentlich eine Fee ist, befreien.

Der Räuber Hotzenplotz wurde in zwei Besetzungen gespielt. Daher sind zwei Bilder nebeneinander gestellt, einmal in der einen und einmal in der anderen Besetzung. Wenn eine Rolle nur von einem Schauspieler/einer Schauspielerin gespielt wurde, gibt es entsprechend nur ein Bild.

Räuber Hotzenplotz
Die Eule erzählt die Geschichte vom Räuber Hotzenplotz – eine Geschichte, die ganz harmlos mit Großmutters Geburtstag beginnt ...
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Kasperl und Seppel überraschen ihre Großmutter mit einer neuen Kaffeemühle. Sie ist eine ganz besondere Erfindung, denn sie spielt Großmutters Lieblingslied, wenn man an der Kurbel dreht. Großmutter freut sich und schickt die beiden los, um Schlagsahne zu kaufen, damit sie Kaffee trinken und Pflaumenkuchen essen können.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Doch daraus wird nichts, denn der Räuber Hotzenplotz und sein frecher Hund Bruno haben den Kaffeeduft gerochen und wollen die Kaffeemühle rauben.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Und mit Brunos Hilfe und seiner Räuberpistole ist das auch ein Kinderspiel für den Räuber Hotzenplotz. Im Nu hält er die Kaffeemühle in seinen Händen.
Räuber Hotzenplotz
Die Häschen sind darüber ganz entrüstet und wollen ihm ganz spontan das Handwerk legen. Doch was sollen sie schon ausrichten gegen einen Räuber Hotzenplotz?

Hotzenplotz gehört verboten

Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Doch auch Kasperl und Seppel wollen sich das nicht gefallen lassen und schlagen daher dem Wachtmeister Dimpflmoser vor, dass sie beide den Räuber Hotzenplotz fangen. Mit Hilfe einer Kiste, in die sie Sand füllen, plant Kasperl, den Räuber Hotzenplotz zu täuschen.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Seppel nagelt die Kiste zu. Er hat noch gar nicht verstanden, was das Ganze soll. Aber während Kasperl noch schnell nach Hause läuft und ein Stück Kreide organisiert (wofür bloß?), tut Seppel, was Kasperl ihm aufgetragen hat ... und haut sich dabei kräftig auf den Daumen.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Mit der Kreide schreibt Kasperl »Vorsicht Gold« auf die Kiste: Der Räuber Hotzenplotz soll denken, dass die Kiste voller Gold ist.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Das macht der Räuber Hotzenplotz dann auch und nimmt den beiden die Kiste einfach weg. Zuvor hat der Kasperl aber noch ein Streichholz, das in der Kiste steckt, entfernt. Jetzt läuft der Sand aus der Kiste aus und zeigt Kasperl und Seppel den Weg zur Räuberhöhle. Denn der Räuber Hotzenplotz will natürlich ganz schnell nach Hause und nachsehen, wie viel Gold tatsächlich in der Kiste ist.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Kasperl und Seppel folgen ihm auf der Sandspur. Vorher aber verkleiden sie sich noch: Seppel zieht die Kasperlmütze auf und Kasperl nimmt den Seppelhut – der ihm eigentlich viel zu groß ist.
Räuber Hotzenplotz
So kommen sie in den Wald des Räubers Hotzenplotz.

Lied vom Räuberwald

Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Als der Räuber Hotzenplotz in seiner Räuberhöhle ankommt, öffnet er die Kiste und stellt fest, dass da nur Sand drin ist.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Da wird er furchtbar wütend, so wütend, dass er erst einmal die Kleinholz aus der Kiste macht. Als er sich wieder beruhigt hat, entdeckt er die Sandspur, die zu seiner Höhle führt und erkennt, dass Kasperl und Seppel ihn reingelegt haben.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Also dreht er den Spieß ganz einfach um und als Kasperl und Seppel ihm auf der Sandspur bis zu seiner Höhle gefolgt sind, nimmt er die beiden gefangen. Den einen, den Seppel, den er aber wegen seiner Mütze für den Kasperl hält, behält er in seiner Höhle ...
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
... den anderen, den Kasperl, den er wegen des Huts für den Seppel hält, verkauft er an seinen Freund, den Zauberer Petrosilius Zwackelmann, der schon seit Langem einen Dienstboten zum Kartoffelschälen sucht.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Und so muss Kasperl in den folgenden Tagen also Kartoffelschälen und fragt sich, wie ein einzelner Mensch so viele davon auf einmal essen kann.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Eines Tages entdeckt Kasperl eine Fee, die der böse Zauberer Zwackelmann in eine Unke verwandelt hat und die nun bereits seit 7 Jahren im Keller des Zauberschlosses sitzt. Sie erzählt ihm vom Feenkraut, mit dem sie sich wieder in eine Fee zurückverwandeln kann und Kasperl verspricht, es zu holen.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Dazu lässt er seinen Hut im Schloss, weil er nur so dem Zauberkreis entkommen kann, den Zwackelmann um das Schloss gelegt hat. Zwackelmann aber findet den Hut und ahnt, was passiert ist. Doch er kann schließlich jeden herbeizaubern, von dem er ein Kleidungsstück besitzt. Und so macht er sich ans Werk ...
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
... und zaubert natürlich prompt den Seppel herbei, dessen Hut Kasperl ja die ganze Zeit getragen hatte. Das ärgert den bösen Zauberer gewaltig und daher nimmt er Seppel die Schuhe ab, die dieser gerade für den Räuber Hotzenplotz putzen muss und zaubert auch diesen herbei.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Die beiden streiten sich und schließlich verwandelt Zwackelmann den Hotzenplotz und seinen Hund in ...
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
... 2 Gimpel. Und Seppel wird nun anstelle von Kasperl zum Kartoffelschälen verdonnert, während sich der Zauberer aufmacht und den Kasperl sucht, denn ihm schwant nichts Gutes.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Kasperl hat mittlerweile das hell leuchtende Feenkraut gefunden und kehrt in den Keller des Zauberschlosses zurück. Gerade noch rechtzeitig kann er die Unke damit berühren. Die verwandelt sich in die Fee und der Zauberer Zwackelmann, der das nicht mehr verhindern kann, ärgert sich so sehr darüber, dass er vor lauter Wut in tausend Stücke zerplatzt.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Kasperl und Seppel haben es geschafft. Es ist schön, so einen Freund zu haben.

Lied von Kasperl und Seppel

Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Zum Dank für ihre Rettung schenkt die Fee Kasperl einen Wunschring, mit dem er drei Wünsche frei hat.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Mit dem ersten Wunsch zaubert sich Kasperl eine neue Kasperlmütze, mit dem zweiten die Kaffeemühle für die Großmutter. Dann schnappen sich die beiden den Vogelkäfig mit dem Räuber Hotzenplotz und laufen zurück nach Hause.
Räuber Hotzenplotz Räuber Hotzenplotz
Dort haben sich schon alle große Sorgen gemacht. Jetzt aber bringen Kasperl und Seppel dem Wachtmeister Dimpflmoser den Räuber Hotzenplotz zurück, den sie mit dem dritten Wunsch des Zauberrings wieder in den richtigen Räuber zurückverwandeln. Die Großmutter erhält ihre Kaffeemühle wieder und alle zusammen essen eine Riesenportion Pflaumenkuchen mit Schlagsahne.

 

Vielen Dank für Euren Besuch

Schlusslied

AAZ

Auszug aus der Bericht vom 16.04.2012 in der Augsburger Allgemeinen online

VÖHRINGEN

Böser Zauberer und tanzende Bäume

Jugendbühne Spectaculum inszeniert mit viel Spaß und Engagement den Räuber Hotzenplotz

URSULA KATHARINA BALKEN  I  16.04.2012

AAZ
Oh, wie schön, die Kaffeemühle ist auch noch eine Spieluhr, Räuber Hotzenplotz und sein Hund sind über die Beute voller Freude: Mit viel Liebe zum Detail bringt die Jugendbühne Spectaculum das Märchen auf die Bühne. Und die Bäume konnten sogar tanzen (Fotos: Ursula Katharina Balken).

Kaum zu glauben, Räuber Hotzenplotz wird 50 Jahre alt – oder besser gesagt 50 Jahre jung. Nichts hat das Stück von Otfried Preußler in dieser Zeit von seiner Beliebtheit eingebüßt. Es lebt vom bösen Zauberer, von guten hilfsbereiten Wesen, von einer liebreizenden Fee, vor allem aber von dem Zauber, den Kinder an Märchen so schätzen. Räuber Hotzenplotz ist die neueste Produktion der Jugendbühne Spectaculum. Die ausverkaufte Premiere fand im Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus statt und wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht.

Was sich in über zwei Stunden auf der Bühne abspielt, grenzt schon mehr an ein Kindermusical. Musik, Tanz, Gesang – eigens von Matthias Glogger für das Stück komponiert – dazu eine gute Portion Spannung machen das Märchen sehenswert. Es ist eine Leistung der Regie, das Märchen so anzulegen, dass die Aufmerksamkeit der ganz kleinen Zuschauer erhalten bleibt. Gesangseinlagen – und seien sie noch so schön – dürfen nicht zu lange dauern. Auf der Bühne muss etwas geboten werden, Kinder haben nun mal Spaß an Bewegung, wenn sich was tut, wenn der Bösewicht eins auf die Mütze kriegt oder gar in einen Vogel verwandelt wird, der dann im Käfig sitzen muss. Aber der Mensch ist ja edel, hilfreich und gut – wenigstens im Märchen – also werden die Bösen wieder zurück verwandelt, sodass die Welt für die Mädchen und Buben wieder in Ordnung ist.

Und das ist die Geschichte: Es war einmal eine Großmutter, die zu ihrem Geburtstag eine Kaffeemühle mit Spieluhr geschenkt bekam. Die wurde ihr aber vom Räuber Hotzenplotz geraubt. Unentbehrlich sind da Seppl und Kasperl, die alles daran setzen, um das gute Stück wieder zu erlangen. Dabei geraten sie in die Fänge des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann. Der hat schon einiges auf dem Gewissen. So hält er eine gute Fee seit sieben Jahren gefangen. Erlöst werden kann sie aber nur durch das Feenkraut. Und wie das im Märchen so ist, kann Kasperl das Kraut besorgen und der Bann ist gebrochen. Da vermag auch der Zauberer nichts mehr zu ändern. Dem Happy End steht nichts mehr im Wege. Oma bekommt die Kaffeemühle wieder und jetzt kann endlich Geburtstag gefeiert werden.

Das Regie-Team ist äußerst kreativ

Thomas Boxhammer bringt das Kunststück fertig, 28 Darsteller auf die Bühne zu bringen. Dazu bedarf es einiger Kunstgriffe, denn das Stück besteht im Original nur aus gut einem halben Dutzend Rollen. Er erweitert das Märchen, damit jeder der Mitspieler auf der Bühne seinen Part hat. So gibt es die muntere Hasenschar, die über die Bühne hüpft, Bäume, die tanzen, einen bellenden Hund, eine ausgesprochen eitle Katze und eine weise Eule.

Das Regie-Team zeigt sich äußerst kreativ, wenn hinter geschlossenem Vorhang die Bühnenausstattung gewechselt werden muss. Dann wird vor dem Vorhang gesungen und getanzt, die kindgerechte Choreografie gefällt. Und wenn der Zauberer zu einem besonderen Trick ausholt, dann gibt es nicht nur Donner, Blitz und wallende Nebelschwaden, sondern auch ein kurz-knalliges Feuerwerk, das urplötzlich aus dem Bühnenboden schießt.

Aber was wäre die ganze Technik und ausgeklügelte Beleuchtung ohne die Spielfreude der kleinen Akteure. Die sind mit nicht erlahmenden Eifer dabei. Sie singen, spielen, hüpfen, tanzen und tollen über die Bühne als wären sie auf einer weichen Spielwiese. Boxhammer überlässt nichts dem Zufall. Für kleine Tricks wie die vom Bühnenhimmel herab schwebende Kaffeemühle gibt’s Ahs und Ohs der zuschauenden Kinderschar. Das dürfte der schönste Lohn für alle Probenmühe sein. Bevor sich der Vorhang hob, zollte Bürgermeister Karl Janson dem Engagement der Jugendbühne Respekt und übergab 600 Euro, immerhin kostet eine solche Inszenierung 10000 Euro.

SWP

Auszug aus dem Bericht am 16.04.2012 in der Südwestpresse Ulm

VÖHRINGEN

Gelungene Premiere

INGRID WEICHSBERGER  I  16.04.2012

SWP
Das Vöhringer Jugendtheater Spectaculum 04 bringt die Geschichte von »Räuber Hotzenplotz« im Eychmüller-Haus auf die Bühne (Foto: Ingrid Weichsberger).

Den »Räuber Hotzenplotz« kennt wohl jedes Kind. Die vor 50 Jahren von Otfried Preußler geschriebene Geschichte bringt jetzt das Vöhringer Jugendtheater Spectaculum 04 auf die Bühne. Am Samstag hat das Team mit 28 Darstellern im ausverkauften Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus eine gelungene Premiere gefeiert.

Alle Akteure können mitmachen, denn sie beherrschen zwei Rollen, so dass Spielleiter Thomas Boxhammer durchwechseln kann. Und an Spektakel hat es beileibe nicht gefehlt: Die Aktionen des Zauberers Zwackelmann wurden mit deftigen Knallern untermalt. Auch die zur Unke verzauberte Fee konnte, dank Kasper, mit Knall, Feuer und Rauch ihr Verlies verlassen. Diese Aktionen waren so richtig nach dem Geschmack der Kinder. Kasper und sein Freund Seppel waren sowieso die Helden des Abends; Oma konnte mit Verspätung doch noch ihren Geburtstag feiern und die neue, musizierende Kaffeemühle ausprobieren.

»Das Jugendtheater Spectaculum 04 ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt«, hatte Bürgermeister Karl Janson gelobt, bevor sich der Vorhang hob. Das Kinderbuch »der Räuber Hotzenplotz« ist vor 50 Jahren erschienen, Spectaculum 04 hat die Bühnenfassung umgesetzt. Der Autor Otfried Preußler stammt aus Nordböhmen. Zu seinen Werken gehören auch der »Kleine Wassermann« und die »Kleine Hexe«.

Das größte Lob hörten die jungen Schauspieler gar nicht, denn ein Fünfjähriger fragte: »Spielen die das nochmal? Dann gehen wir wieder hin.«

AAZ

Auszug aus der Vorankündigung vom 05.04.2012 in der Augsburger Allgemeinen online

VÖHRINGEN

Zauberer und Seppelhut

Spectaculum spielt Otfried Preußlers »Räuber Hotzenplotz«

URSULA KATHARINA BALKEN  I  05.04.2012

AAZ
Das Märchen »Räuber Hotzenplotz« ist die neue Produktion der Jugendbühne Spectaculum 04. Im Augenblick wird eifrig geprobt. Premiere ist am Samstag, 14. April, 17 Uhr im Wolfgang-Eychmüller-Haus (Foto: Ursula Katharina Balken).

Die Bäume aus Pappmaché geraten in Bewegung, eine muntere Kinderschar übt sich in Tanz und Gesang und über allem erschallt die Stimme von Thomas Boxhammer, der Regieanweisungen gibt. Es ist wieder Probezeit in der Aula der Illerberger Grundschule. Geübt wird für den ewig jungen »Räuber Hotzenplotz« nach Otfried Preußler, ein Stück, das jetzt 50 Jahre alt wird und am Samstag, 14. April, 17 Uhr, Premiere im Wolfgang-Eychmüller-Haus hat.

Seit acht Jahren gibt es die Jugendbühne Spectaculum 04. »Bei uns hat sich nicht viel verändert, der Vorstand ist gleich geblieben, der Komponist und die Eintrittspreise auch« lacht Thomas Boxhammer. Was sich verändert, sind die Spieler, sie wachsen, werden größer und entwachsen auf diese Weise ihrem Rollenfach. »Doch eine Veränderung gibt es«, sagt Boxhammer, »damals als wir begannen, waren wir auf Spielersuche, jetzt müssen wir Jahr für Jahr Kinder wegschicken.« Denn das Ensemble soll immer komplett auf die Bühne, jeder soll mit dabei sei, ob als Hund, Katze oder als Baum. Kinder, die warten, um irgendwann mal zum Spielen zu kommen, gibt es bei Spectaculum nicht. Und weil sie so ernst genommen werden und sich das herumgesprochen hat, kann die Bühne diesen Zulauf verzeichnen.

»Räuber Hotzenplotz« ist eine zeitlose Geschichte, hat im Grunde aber nur wenige Akteure auf der Bühne. Also hat Boxhammer das Stück für sein großes Ensemble zurechtgeschnitten und aufbereitet. Da es nur wenige Sprechrollen gibt, hat Boxhammer sich für eine Doppelbesetzung entschieden. Wenn die erste Gruppe in Sprechrollen auf der Bühne agiert, dann geben die anderen Mitspieler Häschen, Bäume und in der nächsten Vorstellung werden dann aus Hasen und Bäumen kleine Schauspieler.

Im Juni vergangenen Jahres wurde mit der Probenarbeit begonnen. Dann werden erst einmal grundlegende Theatertechniken einstudiert, wie Sprechen und sich bewegen. Von November an wird dann zweimal in der Woche geprobt. »Auch an Samstagen, um die Requisiten herzustellen. Dabei freut es mich besonders, wenn die älteren Schauspieler jetzt hier bei diesem Stück als Gesangslehrer und Choreografen dabei sind. Für die neuen und jungen Spieler ist dies sehr reizvoll, jetzt mit ihren Vorbildern zu arbeiten«, sagt Boxhammer. Matthias Glogger hat wieder die Musik geschrieben. »Ich habe schon elf Produktionen mit ihm gemacht.« Von dieser Musik werden auch CDs hergestellt. Die Kostüme stammen aus professioneller Hand, das Bühnenbild entwirft ein Profi und setzt es auch um.

Schauspieler: Alina Hauser (Frau Backe, Baum), Anja Steinhauser (Katze, Häschen), Anna-Marie Walser (Großmutter, Baum), Christine Schwegler (Großmutter, Baum), David Klement (Häschen), Elias Hauke (Häschen), Franziska Bucher (Eule), Henri Blaas (Hund, Häschen), Isabel Fouquet (Seppel, Baum), Johanna Godehart (Räuber Hotzenplotz, Baum), Katharina Godehart (Frau Backe, Baum), Lea Schönleber (Hund, Häschen), Lena Glisic (Katze, Häschen), Linus Sauter (Herr Zahn, Baum), Luca Coniglio (Räuber Hotzenplotz, Baum), Lukas Jäger (Herr Zahn, Baum), Marius Welk (Polizist Dimpflmoser, Baum), Markus Schwegler (Zauberer Zwackelmann, Baum), Marlena Steinhauser (Zauberer Zwackelmann, Baum), Sammi Tschaffon (Seppel, Baum), Sarah Grötzinger (Häschen), Sarah Nejedli (Kasperl, Baum), Simone Steinhauser (Häschen), Stella Coniglio (Kasperl, Baum), Tabea Pecher (Unke, Fee), Vanessa Didovic (Unke, Fee), Victoria Sauter (Polizist Dimpflmoser, Baum)

Spielleitung: Julia Aigner, Thomas Boxhammer, Christoph Schlander

Musik: Matthias Glogger

Liedtexte: alle Mitspieler, Matthias Glogger

Gesangsunterricht: Matthias Glogger, Fabian Weisenberger

Choreografie: Julia Aigner, Ann-Kathrin Didovic, Sarah Daikeler

Bühnenbild: Hans Riggenmann

Maske: Zeynep Pecher, jeder Mitspieler

Kostüme: Gertrud Müller, Stil in Stoff, Beate Glisic

Technik: Marion Coniglio, Norman Meier

Spieltermine: Sa., 14.04. (17:00), Do., 19.04. (17:30), Fr., 20.04. (17:30), Sa., 21.04. (15:00), So., 22.04. (15:00), Sa., 28.04. (15:00), So., 29.04. (15:00)